nach Herbert Pforr: „Das Freiberger Silberbergwerk
Himmelfahrt-Fundgrube 1168-1969“
| 1511 |
Urkunde zur Fundgrube „Sand Elßbetten aufn
Kyperßberge“. Der Fundschacht ist teilweise noch
befahrbar; seine Halde befindet sich nördlich, unweit
vom Schacht „Alte Elisabeth“. |
| 1670 |
Durch Zusammenschluss der Fundgruben „Sanct
Elisabeth“ mit „Heylige Dreifaltigkeit“ entsteht die
Fundgrube „Alte Elisabeth“. |
| 1761 |
Fundgrube „Alte Elisabeth“ wird Beilehn von „Himmelfahrt-samt-Abraham-Fundgrube“. |
ab
1808 |
Teufen des Schachtes „Alte Elisabeth“ (zeitweise
auch als „Prinz Friedrich Schacht“ offiziell bezeichnet)
im Einfallen (45° - 50°) des Erzganges Alte Elisabeth
Stehender bis ca. 300 m Teufe, Schachtförderung bis 1844
mittels Pferdegöpel, Wasserhaltung über Kunstrad und
Kunstsätze (Kunstgezeuge); Radstube teilweise noch
befahrbar. |
ca.
1830 |
bis 1913 Fundgrube „Alte Elisabeth“ ist eine
Betriebsabteilung mit etwa 100 Mann (um 1900) der
„Himmelfahrt-Fundgrube“, die sich in dieser Zeit mit
max. 2500 Beschäftigten zur größten sächsischen Erzgrube
entwickelt hat. |
| 1848 |
Neubau aller Tagesanlagen und Inbetriebnahme der bis
heute funktionsfähigen Balacier-Dampffördermaschine, der
letzten noch erhaltenen des sächsischen Erzbergbaus. Der
Schacht übernahm Lichtlochfunktion beim Vortrieb des
Rothschönberger Stollns, der 1877 fertig gestellt war. |
| 1856 |
Bau des Huthauses, in dem 1864 in der Scheidebank
eine Betstube mit Orgelpositiv eingerichtet wird. Die
Betstube, die letzte noch original erhaltene des
sächsischen Silberbergbaus, wird heute für
bergmännisch-traditionelle Veranstaltungen und
Eheschließungen genutzt. |
| 1913 |
Zwischenzeitliche Stillegung des Freiberger
Silberbergbaus bis 1937. Die Bergakademie betreibt „Alte
Elisabeth“ und „Reiche Zech“ als Lehrgrube weiter. |
| 1919 |
Ohne Unterbrechung bis heute ist der Schacht und
seine Tagesanlagen in Trägerschaft der Bergakademie
Freiberg. |
| 1936 |
Museale Aufstellung des „Schwarzenberg-Gebläses“ als
technisches Denkmal des frühen sächsischen Maschinenbaus
und der Hüttentechnik
Museale Aufstellung der Wassersäulenmaschine vom 4.
Lichtloch des Rothschönberger Stollns |
| 1955 |
Museale Aufstellung des Kastengebläses von der
Himmelfahrter Schmiede an der Freiberger Oberen
Ratsmühle |
| 1953 bis 1969 |
Schacht ist Wetterschacht im Freiberger
Verbundbergwerk und erhält 1957 eine Seilfahrtsanlage
bis zur Endteufe des tonnlägigen Schachtabschitts von
etwa 300 m (entsprechend etwa 500 m Schachtlänge) |
1981
bis
heute |
Das Lehr- und Forschungsbergwerk betreibt den
Schacht „Reiche Zeche“ als Hauptseilfahrtsschacht,
wodurch der Schacht „Alte Elisabeth“ die Funktion des
Flucht- und einziehenden Wetterschachtes erhält. Die
Elisabether Tagesanlagen wurden im Laufe dieser Jahre
mit Mitteln der Bergakademie Freiberg denkmalpflegerisch
vorbildlich saniert und z.T. rekonstruiert.
Beispiele:
- Generalreparatur des Spielwerks des
Orgelpositivs und denkmalgerechte Restaurierung des
Orgelprospekts (1986)
- Rekonstruktion der Bergschmiede mit
Ausrüstungsteilen aus den Bergschmieden
4. Lichtloch Reinsberg, Dreibrüderschacht und
Alte-Elisabeth-Schacht (1988)
- Dachdeckung aller Gebäude mit Holzschindel und
Anbringen von Holzdachrinnen (1991)
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